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Bund verdirbt Bauern die Ernte

Die Getreidebranche ist über Landwirtschaftsministerin Doris Leuthard verärgert. Das Volkswirtschaftsdepartement habe ohne Ankündigung den Mehlzoll gesenkt. Die Branche fürchtet sich nun vor Importen.

Die Getreideernte 2010 ist in der Schweiz im vollen Gang. Damit hätten die Getreideproduzenten eigentlich schon genug zu tun, doch diese beschäftigt derzeit auch noch ein anderes Thema.

Die Getreideproduzenten sowie die Müller wehren sich vehement gegen den neuen Zollansatz beim Mehl. Auf den 1. Juli 2010 senkte das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) den Mehlzoll von 65 auf rund 51 Franken pro 100 Kilo. Das EVD will mit der Mehlzollsenkung erreichen, dass die Margen der Getreidemüller sinken. Doch die Müller wollen die Zollsenkung an die Produzenten weitergeben. Das ist auch der Grund, warum die Preisverhandlungen für die Ernte 2010 zwischen den Getreideproduzenten und den Müllern scheiterten. Die Müller argumentierten, dass sie den Schweizer Bauern für das Getreide weniger zahlen könnten, weil Importe sonst zu attraktiv würden. Das wollten die Getreideproduzenten nicht hinnehmen, denn bereits von 2008 auf 2009 sank der Weizenpreis in der besten Klasse um 10 Franken von Fr. 61.50 auf 51 Franken pro 100 Kilo.

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