Wer das grosse Geld verdient

In der «Forbes»-Rangliste der bestverdienenden Konzerne liegen die Ölmultis an der Spitze. Einzig Apple bricht diese Dominanz. Ausserdem haben es drei Schweizer Konzerne in die Top 75 geschafft.

Hier wird Geld gewonnen: Ein Ölfeld bei Xinmin im Nordosten Chinas.

Hier wird Geld gewonnen: Ein Ölfeld bei Xinmin im Nordosten Chinas.

(Bild: Keystone)

Nicht mal Apple kam mit: Kein anderer hat gemäss «Forbes» im vergangenen Jahr so gut verdient wie Exxon Mobil. Dank des teuren Benzins landet der US-Ölmulti Exxon Mobil ganz vorne in der Rangliste des US-Magazins «Forbes» der bestverdienenden Konzerne. Auf Platz 40 findet sich mit Nestlé der Schweizer Spitzenreiter. «Forbes» hat die Geschäftszahlen der 2000 grössten Unternehmen zusammengetragen, und wenn es um den Gewinn im vergangenen Jahr geht, dann liest sich die Aufstellung wie das «Who is Who» der Ölmultis. Diese haben 2011 dank der gestiegenen Spritpreise unglaublich gut verdient.

Spitzenreiter ist der US-Konzern Exxon Mobil, der Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von unter dem Strich 41,1 Milliarden Dollar. Es folgen die russische Gasprom (31,7 Milliarden Dollar), die britisch-niederländische Royal Dutch Shell (30,9 Milliarden Dollar) die US-amerikanische Chevron (26,9 Milliarden Dollar) sowie die britische BP (25,7 Milliarden Dollar).

Das einzige Nicht-Ölunternehmen, das diese Rangfolge durchbricht, ist Apple. Der kalifornische Elektronikkonzern landet auf dem zweiten Platz mit einem Gewinn von 33,0 Milliarden Dollar. Vor allem zu Weihnachten hatten sich das iPhone-Handy, der Tabletcomputer iPad und die Mac-Rechner glänzend verkauft. Der Erzrivale Microsoft mit seiner Windows- und Office-Software scheffelte 23,5 Milliarden Dollar.

Nestlé, Novartis und UBS an der Spitze

Schweizer Spitzenreiter ist Nestlé. Der Nahrungsmittelhersteller steht auf Platz 40 mit einem Gewinn von 10,1 Milliarden Dollar. Auf Platz 62 folgt der Pharmakonzern Novartis mit einem ausgewiesenen Gewinn von 9,1 Milliarden Dollar. Auch die Grossbank UBS schaffte es aufs Treppchen im schweizerischen Vergleich – Platz 71 mit 4,5 Milliarden Dollar.

Insgesamt wird die Rangliste der 2000 grössten Unternehmen von US-amerikanischen und japanischen Konzernen dominiert. Jedoch rücken auch immer mehr chinesische Firmen auf. Spitzenverdiener aus dem Reich der Mitte war im vergangenen Jahr die Bank ICBC mit einem Gewinn von 25,1 Milliarden Dollar, gefolgt von – wie könnte es anders sein – dem staatlichen Ölmulti Petro-China mit 20,6 Milliarden Dollar.

Die ursprüngliche «Forbes»-Rangliste fällt übrigens etwas anders aus: In die Wertung der sogenannten grössten Unternehmen fliessen neben dem Gewinn auch der Umsatz, die Vermögenswerte und der Börsenwert ein. Das führt dazu, dass sehr viele Banken vorne landen. Aber auch hier setzte sich der Ölmulti Exxon Mobil im vergangenen Jahr durch, und verdrängte Vorjahressieger JP Morgan Chase auf Platz zwei.

jak/sda

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