Rekordarbeitslosigkeit in mehreren Ländern

Die Arbeitslosigkeit im EU-Raum erreicht im Juni einen neuen Höchststand: In Spanien und Griechenland sind weiterhin am meisten Menschen ohne Job. Auch Italien verzeichnet eine markante Zunahme.

Im Juni hat die Zahl der Arbeitslosen im Euroraum einen neuen Höchststand erreicht. 17,8 Millionen Menschen waren ohne Job, was einer Arbeitslosenquote von 11,2 Prozent entspricht. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosigkeit bei 10 Prozent gelegen.

In der Europäischen Union als Ganzes sind die Arbeitslosenzahlen ebenfalls auf ein Rekordniveau geklettert. 25,11 Millionen Männer und Frauen standen im Juni 2012 in den 27 EU-Mitgliedsstaaten auf der Strasse. Die Arbeitslosenquote stieg innert Jahresfrist von 9,5 auf 10,4 Prozent.

Höchste Arbeitslosenquote in Spanien

Wie schon in den Vormonaten ist die Arbeitslosigkeit in den Krisenländern Spanien (24,8 Prozent) und Griechenland (22,5 Prozent nach Zahlen vom April) am höchsten. In beiden Ländern hat sich die Lage weiter verschlimmert, wie heute aus der Mitteilung der EU-Statistikbehörde Eurostat hervorging.

Auch in Italien nahm die Arbeitslosigkeit zu. Die Quote stieg im Juni auf 10,8 Prozent, wie aus den offiziellen Daten hervorgeht. Das ist der höchste Wert seit Einführung der monatlichen saisonbereinigten Daten 2004.

Die Entwicklung in den deutschsprachigen Ländern verlief vergleichsweise gut: In Deutschland waren 5,4 Prozent der potenziell erwerbstätigen Bevölkerung ohne Arbeit. Noch tiefer lag die Arbeitslosenquote mit 4,5 Prozent in Österreich.

mrs/sda

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