Obamas Berater warnt vor Bankrott der USA

Ein Top-Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama sieht die Zukunft düster: Er warnt vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit seines Landes.

Austan Goolsbee (l.) redet Klartext: Der Berater von Barack Obama warnt vor einer schlimmen Wirtschaftskrise.

Austan Goolsbee (l.) redet Klartext: Der Berater von Barack Obama warnt vor einer schlimmen Wirtschaftskrise.

(Bild: AFP)

Sollte die Obergrenze für die Staatsverschuldung nicht wie von der Obama-Regierung verlangt angehoben werden, «würden wir im Kern unsere Anleihen nicht mehr ordnungsgemäss bedienen können», sagte Austan Goolsbee, Vorsitzender von Barack Obamas Rat der Wirtschaftsberater, im US-Fernsehen. «Dies wäre noch nie da gewesen in der Geschichte der Vereinigten Staaten», fügte er hinzu.

«Die Folgen für unsere Wirtschaft wären katastrophal, das wäre eine schlimmere Wirtschaftskrise als jene, die wir 2008 gesehen haben», warnte Goolsbee. Die Obergrenze für die gesamte US-Staatsverschuldung liegt derzeit bei 14,3 Billionen Dollar (10,8 Billionen Euro). Die USA sind nur noch 400 Milliarden Dollar von der Grenze entfernt.

Griechenland und Irland wurden gerettet

Konservative Haushaltspolitiker im Kongress sind gegen eine weitere Anhebung und argumentieren, der US-Schuldenstand sei bereits hoch genug. Die Republikaner werden nach ihrem Wahlerfolg im November im neuen Jahr die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernehmen.

Wenn sich Staaten verschulden, geben sie Anleihen aus, die von institutionellen und privaten Anlegern gekauft werden. So erhalten die Staaten frisches Geld, während die Anleger ihrerseits Zinsen auf ihr angelegtes Kapital erhalten. Die hohen Schulden der Staaten in der Folge der Wirtschaftskrise lassen bei Anlegern rund um den Globus die Sorge wachsen, ob die Staaten dabei ihren Verpflichtungen noch nachkommen können. In Europa wurden bisher Griechenland und Irland von den anderen EU-Staaten vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet.

bru/AFP

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