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Kinder- und Zwangsarbeit in der Kakaoindustrie weit verbreitet

Kinder- und Zwangsarbeit sind in der Kakaoindustrie noch immer weit verbreitet.

Dies schreibt die Erklärung von Bern (EvB) in einer Mitteilung vom Freitag. Um den Missständen entgegenzuwirken, lanciert sie mit anderen Nichtregierungsorganisationen die «10 Campaign». Grund des Unmuts ist der Schlussbericht der amerikanischen Universität Tulane, die die Umsetzung des sogenannten Harkin-Engel- Protokolls unter die Lupe genommen hat. Das besagte Protokoll war vor zehn Jahren von der Kakao- und Schokoladebranche unterzeichnet worden, um die schlimmsten Formen von Kinderarbeit, Kinderhandel und Zwangsarbeit von Erwachsenen auf Kakaofarmen in der Elfenbeinküste und Ghana zu beseitigen. Wie der Schlussbericht nun zeige, sei keiner der sechs Punkte des Protokolls vollständig umgesetzt worden, schreibt die EvB. Noch immer arbeiteten geschätzte 1,8 Millionen Kinder in der Elfenbeinküste und Ghana in der Kakaoproduktion, viele von ihnen unter gesundheitsgefährdenden und menschenunwürdigen Bedingungen. Die «10 Campaign»-Kampagne fordert die weltweiten Regierungen daher auf, Verantwortung zu übernehmen und durch staatliche Regulierung sicherzustellen, dass Kakaofirmen ihre Versorgungskette von einer unabhängigen Stelle prüfen lassen müssen, erklärt die EvB. Auch sollen die Firmen via Gesetz dazu verpflichtet werden, ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Kinderarbeit offenzulegen.

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