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«Ich habe mir eine Stempeluhr als App heruntergeladen»

Alexandra Kühn will ein Vorbild für ihre Töchter sein. Foto: PD

Frau Kühn, wir treffen uns hier im Hauptbahnhof Zürich zum Interview. Haben Sie keinen eigenen Arbeitsplatz?

Hatten Sie nie das Bedürfnis nach fixen Arbeitszeiten und einem eigenen Arbeitsplatz?

Zugriff auf die Unterlagen ist das eine, der Kontakt zu Kollegen etwas anderes.

Die Flexibilisierung der Arbeitsorte und -zeiten wird seit 2015 von der «Work Smart Initiative» gefördert. Steckt dahinter mehr als das Bedürfnis der Arbeitgeber, Büroflächen einzusparen und die Angestellten nach Bedarf einsetzen zu können?

Über die Nachteile der Flexibilisierung wird weniger gesprochen. Dass die Arbeit neuerdings überall ist und auch am Wochenende oder in den Ferien via Smartphone Mails und Nachrichten eintreffen, führt zu Stress und Erschöpfung.

Sie sind Geschäftsführerin der Initiative «Work Smart», welche von den fünf Unternehmen Swisscom, SBB, Post, Mobiliar und Witzig The Office Company getragen wird. Kommende Woche führen Sie in der ganzen Schweiz Veranstaltungen zur Flexibilisierung der Arbeit durch – mit welchem Ziel?

Vor welchen Stolpersteinen warnen Sie Unternehmen?

Empfinden Sie das persönlich auch so? Sie führen die Geschäftsstelle in einem 60-Prozent-Pensum ohne fixen Arbeitsplatz und teilen sich die Kinderbetreuung mit Ihrem Mann.

Für weniger gut Qualifizierte hat die Flexibilisierung mehr Nachteile. Gewerkschaften befürchten, dass mehr Leute auf Abruf arbeiten werden und die Erholung zu kurz kommt.