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Jura verkauft Kaffeemaschinen selbst - Geschäft in Zürich eröffnet Trend zu eigenen Geschäften für Marken hält an

Mit der Eröffnung eines ersten eigenen Verkaufsgeschäfts in Zürich steigt auch der Kaffeemaschinen- und Elektroapparatebauer Jura in den Trend zu «Brand-Stores» ein und markiert Präsenz.

Auch Computerriese Apple setzt schliesslich auf die eigenen «Stores». Und weitere Markenartikel-Firmen wie Calida, Puma, Adidas oder Nestlé mit Nespresso-Shops unterhalten ebenfalls derartige Geschäfte an diversen - möglichst urban-repräsentativen - Standorten. Für Jura ist der markeneigene Laden der Anfang eines neuen Konzepts, wie die Firma am Freitag mitteilte. Nach dem «Probelauf» nahe beim Zürcher Paradeplatz sollen in Bern, Basel und Genf sowie in der Inner- und Ostschweiz weitere Läden öffnen. Ausserhalb der Landesgrenzen plant Jura 20 bis 30 weitere Geschäfte. Fachkundiges Personal führt in «elegant schlichtem Ambiente» durch «die neue, doch altbewährte Welt des Jura-Kaffees», heisst es im versandten Pressetext weiter. Trend zum «Brand-Store» Begonnen hat der Trend zum «Brand-Store» im Bekleidungssektor, wie Marco Strittmatter, Detailhandelsexperte bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), konstatiert. Die Grosshandeslkanäle wurden für einige Hersteller zu eng. So begannen sie, auf eigene und exklusiv der eigenen Marke gewidmete Läden zu setzen. Beispiele dafür gibt es unterdessen landauf, landab. Sie dürften weiter zunehmen, ist Strittmatter überzeugt. In diesen «Single-Brand-Stores» lassen sich die Produkte ins rechte Licht rücken, während sie beim Durchschnitts-Detailhändler vielleicht in einer dunklen Ecke Aschenbrödel spielen müssen. Allerdings hat das Geschäftsmodell einen gewissen Nachteil, wie Strittmatter sagt: Der Konsument muss sich für eine bestimmte Marke entschieden haben, bevor er das Geschäft betritt. Im konkreten Fall von Jura muss es also eine der Premium-Kaffeemaschinen des Solothurner Produzenten sein und nicht einfach irgend eine. Jura will 300'000 Kaffee-Vollautomaten verkaufen Die Jura Elektroapparate AG mit Sitz in Niederbuchsiten SO konnte 2011 erneut mehr ihrer Kaffee-Vollautomaten verkaufen. Der Umsatz schrumpfte aber wegen der Frankenstärke um 5,3 Prozent auf 352,2 Millionen Franken. Die Kaffeeautomaten von Jura, die als Rolex unter den Kaffeemaschinen gelten, verkauften sich in Asien, Südamerika, Südafrika, USA und Kanada gut. In den wichtigsten Absatzmärkten Deutschland und Schweiz machten sich dagegen Sättigungstendenzen bemerkbar. 2012 will der Konzern erstmals mehr als als 300'000 Vollautomaten absetzen.

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