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in Japan Aktienmarkt in Tokio erholt sich weiter Japanischer Finanzminister warnt Devisenspekulanten

Tokio Nach dem tiefen Einbruch wegen der Katastrophe in Japan haben sich die Aktienkurse in Tokio am Dienstag weiter erholt.

Nach einer feiertagsbedingten Pause von drei Tagen stieg der Nikkei-Index zu Beginn des Handels um mehr als drei Prozent auf einen Stand von über 9500 Punkten. Die Wirtschaftszeitung «Nikkei» führte die Entspannung darauf zurück, dass sich die Sorge um eine mögliche Atomkatastrophe abgeschwächt habe. In der vergangenen Woche war der auf der Grundlage von 225 Aktien berechnete Nikkei-Index um 10,22 Prozent eingebrochen. Bereits zum Wochenschluss kehrte sich der Trend aber wieder um, wozu auch ein Vorstoss der G7-Staaten für ein gemeinsames Vorgehen gegen den starken Yen beitragen hatte. Am Freitag war das Börsenbarometer um 2,72 Prozent auf 9206,75 Punkte gestiegen. Japan warnte unterdessen Spekulanten am Devisenmarkt davor, den Yen weiter in die Höhe zu treiben. Die Regierung sei auch weiterhin zum Handeln bereit und werde nötigenfalls erneut mit den Partnern in der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) zusammenarbeiten, erklärte Finanzminister Yoshihiko Noda. Anlass war ein erneut ansteigender Wert des Yen zum Auftakt des ersten Handelstages seit der internationalen Intervention am Freitag. Die G7-Staaten hatten bei einem Rekordstand von 77,16 Yen eingegriffen. Am Dienstag wurde ein Dollar mit 81,2 Yen gehandelt. «Wir werden, so wie es nötig wird, zusammenarbeiten und beobachten die Märkte genau», sagte Noda. Die japanische Notenbank bot ihrerseits weiter an, zusätzliche Milliarden in das Finanzsystem zu pumpen, um die Zahlungsströme aufrecht zu erhalten. Am Dienstag handelte es sich um die Summe von umgerechnet rund 22 Milliarden Franken. Die Bank of Japan spült seit der Naturkatastrophen vor elf Tagen an jedem Handelstag Geld ins System.

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