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Im Todesfall ein wertloses Stück Papier

Viele Bankkunden geben einer Vertrauensperson eine Konto-Vollmacht, die bis über den Tod hinaus gelten soll. Doch in Wahrheit ist der Zugriff stark eingeschränkt.

Nach dem Tod eines Kunden führen Banken Zahlungen nur noch im bisherigen Rahmen durch. Foto: Tom Hoenig (Westend61, Almidi.net)
Nach dem Tod eines Kunden führen Banken Zahlungen nur noch im bisherigen Rahmen durch. Foto: Tom Hoenig (Westend61, Almidi.net)

Als Familienvater A. starb, brauchte seine Ehefrau schnell Zugang zu dessen Konto. Die Handwerkerrechnung für die Renovation des Kinderzimmers war bereits überfällig. Doch als die Witwe die Zahlung auslösen wollte, stellte sich die Bank quer. Die ganze Geschäftsbeziehung sei vorsorglich gesperrt worden, teilte sie der verdutzten Frau mit. Auch die Maestro-Karte funktionierte nicht mehr, und der Zugang zum E-Banking war unterbrochen. All das, obwohl A. seine Frau zu Lebzeiten mit einer Bankvollmacht ausgestattet hatte, die laut ­ihrem Wortlaut «mit dem Tod des Vollmachtgebers nicht erlischt».

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