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HP lockt verunsicherte Anleger mit Milliardengeschenk

Palo Alto Der weltgrösste Computerkonzern Hewlett- Packard will die verunsicherten Anleger mit einer grosszügigen Geste zurückgewinnen: HP kauft für bis zu 10 Milliarden Dollar eigene Aktien zurück.

Das treibt gewöhnlicherweise den Kurs - und der hätte es dringend nötig. Seit dem Rausschmiss von Konzernchef Mark Hurd dümpelt die Aktie um 40 Dollar. Zuvor waren es gut 46 Dollar gewesen. «Wir gehen davon aus, dass wir alleine im vierten Geschäftsquartal Aktien für 3 Milliarden Dollar zurückkaufen werden», sagte Finanz- und Interimschefin Cathie Lesjak am Montag im kalifornischen Palo Alto. Das Geschäftsjahr endet im Oktober. Unter dem bisherigen Rückkaufplan darf das HP-Management noch 4,9 Mrd. Dollar ausgeben. HP-Chef Hurd war Anfang Monat abgetreten, nachdem eine Liaison mit einer ehemaligen Mitarbeiterin ans Licht gekommen war. Hurd soll die Frau auf Firmenkosten zum Essen ausgeführt haben. Sie bezichtigte ihn später der sexuellen Belästigung - der Vorwurf ist mittlerweile aber aus der Welt geräumt. Die Börsianer hatten geschockt auf Hurds Abgang reagiert. Der Manager hatte den Konzern zu einem der profitabelsten in der Branche gemacht und HP fast unbeschadet durch die Wirtschaftskrise gebracht. Das gelang durch den Ausbau des stabilen und hochprofitablen Servicegeschäfts. HP kaufte unter Hurds Führung unter anderem den IT- Dienstleister EDS. Das neue Management liefert sich momentan eine Übernahmeschlacht mit dem Rivalen Dell um dem Datenspeicher-Spezialisten 3Par. Speicher gelten angesichts steigender Datenmengen als Zukunftsgeschäft. Derzeit hat HP mit einem Angebot über 2 Mrd. Dollar die Nase vorn.

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