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Hoher Schuldenberg bei Sunrise nach Verkauf an CVC Telekomunternehmen muss Übernahme selbst schultern

Sunrise wird in den nächsten Jahren hohe Schulden zu tragen haben.

Ein Grossteil des Preises, den der neue Besitzer CVC für das Telekomunternehmen bezahlt hat, wird Sunrise nämlich als Fremdkapital aufgebürdet. Nach Angaben von CVC schultert Sunrise 2,3 Mrd. Franken in Form von Krediten und Obligationen, die zwischen 2016 und 2018 fällig werden. Das sind rund zwei Dritteln der 3,3 Mrd. Franken, die der dänische TDC-Konzern, der ehemalige Eigentümer von Sunrise, beim Verkauf gelöst hat. Der bilanzierte Eigenkapitalanteil der Sunrise liege bei rund einem Drittel und komme von CVC, erklärte eine Sprecherin des Finanzinvestors am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Aus dem Kredit-Rating von Standard & Poor's geht allerdings hervor, dass es sich dabei aber um hybride Finanzierungsinstrumente handelt. Diese Finanzinstrumente betrachte Standard & Poor's als langfristiges und sehr nachrangiges Fremdkapital, das gewisse Eigenkapital-Charakteristika aufweise, sagte Kredit-Analyst Matthias Raab. Fällig werden die so genannten Preferred Equity Certificates (PECs) und die Convertible Preferred Equity Certificates (CPECs) in 15 Jahren. Gewinn von 7 Jahren Alleine um die Schulden inklusive der PECs und der CPECS abzuzahlen, benötigte Sunrise während fast sieben Jahren den gesamten operativen Gewinn (Ebitda), ohne in dieser Zeit auch nur eine weitere Investitionen getätigt zu haben. Ein solcher Verschuldungsgrad sei «sehr sportlich», urteilte Dominik Meyer von der Bank Vontobel auf Anfrage. Klar sei, dass die Milliarde bei Fälligkeit zurückgezahlt oder durch neue Finanzierungsinstrumente abgelöst werden müsse. S&P kommt für die Holding-Gesellschaft von Sunrise zu einem langfristigen Kreditrating von BB-, was als nicht mehr investitionswürdig gilt. Pluspunkte sammelt Sunrise allerdings mit seinem Risikoprofil und der Position im Schweizer Telekommarkt.

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