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Griechenland lähmt Börsen in Asien - Bangen um EU-Sparkurs

Tokio Die unsichere politische Lage in Griechenland und damit verbundene Sorgen über den Sparkurs der Euro-Zone haben die Börsen in Asien am Mittwoch erneut in Schach gehalten.

Der am Dienstag mit der Regierungsbildung beauftragte Chef des radikalen Linksbündnisses, Alexis Tsipras, sorgte für besonderen Unmut an den Märkten. Er erklärte die Zusagen seines Landes zum milliardenschweren Rettungspaket für null und nichtig. Das schürte Befürchtungen, dass der eingeschlagene Weg der Währungsunion nicht weiter verfolgt wird. Die Furcht vor einem Chaos in Griechenland hatte zuvor schon die Wall Street belastet. Der Euro blieb unter Druck und fiel auf 1,2972 Dollar. Gold büsst zunehmend seinen Ruf als sicherer Anlagehafen ein und gab nach. Der Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum ohne Japan fiel um 1,2 Prozent. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei- Index 1,5 Prozent tiefer auf 9045 Punkten, dem tiefsten Stand seit drei Monaten. Die Börsen in Hongkong, Shanghai, Seoul, Taiwan und Australien verzeichneten ebenfalls Verluste. Analysten rechnen damit, dass der Markt bis zum G8-Gipfel Ende nächster Woche unter Druck bleiben wird. Bei den Einzelwerten gehörten wegen des stärkeren Yen Exportfirmen zu den Verlierern. Die Aktien des Kameraherstellers Canon büssten 1,7 Prozent an Wert ein. Olympus sackten 3,4 Prozent ab. Dagegen profitiert der Chipriese Toshiba vom anhaltenden Boom des iPhone und erwartet einen Ergebnissprung im laufenden Geschäftsjahr. Die Toshiba-Aktie legte ein Prozent zu.

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