Zum Hauptinhalt springen

Glencore kurz nach bei Börsenstart in London unter Ausgabepreis

Die Aktie des in Baar ansässigen Rohstoffgiganten Glencore sind am Dienstag an der Börse in London unter dem offiziellen Ausgabepreis von 530 Pence gestartet.

Im Vergleich zum Vortag lagen sie gegen 11 Uhr 2 Prozent im Plus bei bei 524 Pence (7,46 Fr.). Am Montag waren die Papiere am Graumarkt bis auf 506 Pence gesunken. In London dürfte Glencore angesichts seiner Grösse schon am Ende des ersten Handelstages in den Leitindex FTSE 100 aufsteigen. Das hat es seit 25 Jahren nicht mehr gegeben. Am Mittwoch ist der Start des Börsenhandels in Hongkong geplant. Durch den Börsengang fliessen 7,9 Milliarden Dollar in die Kassen von Glencore und 2,1 Milliarden Dollar an die bisherigen Aktionäre. Dieser Wert beruht auf dem Ausgabepreis von 530 Pence pro Aktie. Mit dem Geld will der Konzern in den nächsten Jahren Schulden abbauen und im Rohstoffgeschäft expandieren. Unter anderem soll die Beteiligung am kasachischen Zinkproduzenten Kazzinc von 51 auf 93 Prozent ausgebaut werden. Grösser waren in Europa bisher nur die Börsengänge des italienischen Energiekonzerns Enel und der Deutschen Telekom. Enel brachte 1999 eine Summe von 17,4 Milliarden Dollar zusammen, die Deutsche Telekom 1996 ein Total von 20 Milliarden DM (16 Milliarden Franken). 31 Prozent der veräusserten Aktien ging an eine Gruppe von 12 Kernaktionären, die ihre Titel ein halbes Jahr nicht verkaufen dürfen. Darunter sind die Schweizer Banken UBS, Credit Suisse und Pictet. Während die CS 175 Millionen Dollar in Glencore-Titel steckt, investieren UBS und Pictet je 100 Millionen Dollar. Auf Basis der 530 Pence bringt Glencore eine Marktkapitalisierung von 59,2 Milliarden Dollar auf die Waage. Dazu kommt noch die Mehrzuteilungsoption (sog. «Greenshoe») im Wert von rund 1 Milliarden Dollar, die im Falle grosser Nachfrage innert 30 Tagen auf den Markt geworfen werden kann.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch