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Viel Geld, aber wenig zu kaufen

Sichere europäische Staatspapiere werden zunehmend rar. Für die Europäische Notenbank, die ab sofort jeden Monat 60 Milliarden Euro investieren will, wird das zum Problem.

Die Europäische Zentralbank muss ab sofort Staatsanleihen kaufen. Fragt sich nur, von wem. Foto: Hannelore Foerster (Bloomberg)
Die Europäische Zentralbank muss ab sofort Staatsanleihen kaufen. Fragt sich nur, von wem. Foto: Hannelore Foerster (Bloomberg)

Heute hört sich das an wie ein Diskurs aus weit zurückliegenden Zeiten, dabei ist seither erst gut ein Monat vergangen: Noch Mitte vergangenen Monats hatten die meisten Beobachter befürchtet, das Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Kauf von Staatsanleihen werde zu gering ausfallen, um die hochgesteckten Markterwartungen zu erfüllen. Doch mit seiner Ankündigung am 22. Januar, ab März jeden Monat 60 Milliarden Euro an Schuldscheinen zu kaufen und das vorderhand bis September 2016 befristete Programm falls nötig zu verlängern, gelang EZB-Präsident Mario Draghi das schier Unmögliche. Er überraschte die Akteure an den Märkten positiv und überzeugte sie von seinem festen Willen, den Euroraum vor einer Deflation zu bewahren.

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