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Tiefe Zinsen verhelfen Coco-Bonds zu starkem Zulauf

Banken greifen vermehrt auf die Papiere zurück, um ihr Kapital zu verstärken. Kritiker befürchten, dass die Investoren die Risiken nur unzureichend erfassen.

Die CS leistete bei den Coco-Bonds Pionierarbeit: Hauptsitz in Zürich. Foto: Bloomberg
Die CS leistete bei den Coco-Bonds Pionierarbeit: Hauptsitz in Zürich. Foto: Bloomberg

2011 hatte die Credit Suisse eine Pionierrolle gespielt, als sie ihre ersten Contingent Convertible Bonds (Cocos) herausgegeben hatte. In der jüngeren Zeit sind nun immer mehr europäische Grossbanken auf den Geschmack gekommen, und nachdem kürzlich das deutsche Finanzministerium entschieden hat, dass Geldhäuser Zinszahlungen auf emittierten Coco-Bonds steuerlich absetzen können, erwarten Marktbeobachter einen rasanten Aufschwung für diese Wertpapiere auch in unserem nördlichen Nachbarland. Allein im ersten Quartal sind europaweit Cocos im Umfang von gegen 10 Milliarden Dollar auf den Markt gekommen, verglichen mit gut 15 Milliarden im gesamten letzten Jahr. Gemäss Schätzungen von Analysten könnte sich das diesjährige Emissionsvolumen auf bis zu 70 Milliarden Dollar belaufen. Bei institutionellen Investoren sind diese Papiere sehr begehrt, weil sie wesentlich höhere Zinsen abwerfen als her­kömm­liche Anleihen. Per Ende März betrug der durchschnittliche Zinssatz von Cocos europäischer Banken 5,8 Prozent, wie die «Financial Times» mit Verweis auf einschlägige Indizes berichtete.

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