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So gross ist die Diskriminierung der Frau beim Lohn tatsächlich

Bundesrat Berset will die Lohngleichstellung zwischen Frauen und Männern forcieren. Mit Recht? Ein genauer Blick auf die Daten gibt Antworten.

Als Marion B.* zufälligerweise den Arbeitsvertrag ihres neu angestellten Kollegen sah, staunte sie nicht schlecht. Obwohl der Studienabgänger dasselbe Diplom und ähnliche Noten wie sie selbst hatte, erhielt der Berufseinsteiger auf Anhieb einen höheren Lohn als sie. «Was läuft hier falsch», fragte sich die Pharmazieangestellte, «dass einer, der drei Jahre jünger ist als ich, beinahe das Doppelte verdient?»

Die Antwort erhielt Marion bis heute nicht. Zugegeben: Ihr Fall ist ein Extrembeispiel. Doch die Diskriminierung von weiblichen Angestellten bleibt ein Phänomen, das sich in der Lohnstruktur von Schweizer Unternehmen mit Zahlen belegen lässt. Oder besser gesagt: mit geeigneten statistischen Methoden. Von den knapp 25 Prozent Lohndifferenz, die Frauen im Vergleich zu Männern 2008 aufwiesen, kamen zuletzt etwas über 9 Prozent aufgrund von unerklärbaren Faktoren – das heisst, durch Diskriminierung – zustande. Dies ermittelte das Berner Sozialforschungsbüro Bass in einer Studie, basierend auf Daten des Bundesamts für Statistik (BFS).

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