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Reise-Verband plant Klage gegen Swiss

Reisebüros verdienen kaum Geld an Flugtickets. Die Swiss will nun eine Buchungsgebühr einführen. Nun prüft der Reise-Verband juristische Schritte.

Auf Kriegsfuss mit Reisebüros: Die Swiss wird bald eine Buchungsgebühr für Flugtickets einführen.
Auf Kriegsfuss mit Reisebüros: Die Swiss wird bald eine Buchungsgebühr für Flugtickets einführen.
Keystone

Der Lufthansa-Konzern will per 1. September eine Buchungsgebühr bei Flugtickets einführen – auch bei der Tochtergesellschaft Swiss. Dies gab die Lufthansa am vergangenen Dienstag bekannt. Die Gebühr von 16 Franken soll für diejenigen fällig werden, die ihr Flugticket über ein globales Reservierungssystem buchen. Also auch für Reisebüros und Online-Anbieter, die das System nutzen.

Walter Kunz, Geschäftsführer des Dachverbandes der Reisebüros, hat dafür kein Verständnis: «Die Reisebüros verdienen schon heute nichts an Flugtickets. Jetzt sollen sie gar noch dafür bezahlen? Vergessen Sie das», sagt er zur «Zentralschweiz am Sonntag».

«Der Swiss wehtun»

Die Kosten würden auf die Kunden abgewälzt werden. Wer aber bei Unternehmen der Lufthansa-Gruppe direkt bucht, kommt um die Gebühr herum. Das will der Schweizer Reise-Verband aber nicht akzeptieren.

Laut Kunz prüfe man derzeit, in Absprache mit dem europäischen Dachverband, juristische Schritte gegen den Lufthansa-Konzern einzuleiten. «Es muss der Swiss wehtun», so Kunz. Für die Airline könnte die Einführung der Buchungsgebühr noch Folgen haben: 60 Prozent aller Flugtickets werden heute über Reisebüros verkauft.

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