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Die Mindestlohndebatte

Am 18. Mai kommt die Initiative der Gewerkschaften und der SP zur Abstimmung, die einen gesetzlichen Mindestlohn fordert. Der «Tages-Anzeiger» behandelt die Initiative kontradiktorisch.

Am 1. Mai war die Forderung nach dem Mindestlohn wie hier in Basel zentrales Thema der meisten Kundgebungen. Foto: Patrick Straub (Keystone)
Am 1. Mai war die Forderung nach dem Mindestlohn wie hier in Basel zentrales Thema der meisten Kundgebungen. Foto: Patrick Straub (Keystone)

Ja

Wenn von Lohnexzessen die Rede war, so waren bislang diejenigen nach oben gemeint. Doch offenbar sind die Lohngrenzen auch nach unten offen. Dies jedenfalls lässt die aktuelle Lohn­statistik befürchten, die der Bund diese Woche veröffentlicht hat. Demnach sind ausgerechnet die tiefsten Einkommen nach 2010 gesunken. Solches will die Mindestlohninitiative künftig verhindern. Sie setzt eine zwingende Lohnuntergrenze von umgerechnet 4000 Franken pro Monat für eine Vollzeitstelle fest. Jeder soll vom Lohn für eine volle Stelle einigermassen leben können. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die selbst die Gegner der Initiative nicht infrage stellen.

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