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Geknackter Jackpot bricht Lotto-Gesellschaft das Genick

Prag Die Lage der grössten tschechischen Lotterie- Gesellschaft Sazka, gegen die es bereits zwei Insolvenzanträge gibt, hat sich weiter zugespitzt.

Sazka teilte m Mittwoch mit, dass den im Januar geknackten Jackpot in Höhe von rund 4 Millionen Euro nicht auszahlen kann. Die 60-tägige Auszahlungsfrist für den Jackpot und weitere hohe Gewinne sei in diesen Tagen abgelaufen, hiess es. Zum ersten Mal in der Geschichte des 1956 gegründeten Unternehmens ist zu wenig Geld für die Auszahlung von Gewinnen da. Am Dienstag hatte Sazka den Insolvenzverwalter ersucht, einer vorübergehenden Einstellung der Lotterie-Tätigkeit zuzustimmen. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt, mit der Begründung, dass der Betrieb der Lotterie die Hauptaktivität des Unternehmens sei. Der grösste Brocken der Schulden von Sazka ist eine 215-Millionen-Euro- Anleihe, die zur Finanzierung des Baus einer neuen Sporthalle in Prag ausgegeben wurde. Die Anleihe ist 2021 zur Rückzahlung fällig und kostet jährlich 9 Prozent Zinsen. Die Situation um Sazka wird sich so rasch wohl nicht klären. Das zuständige Prager Stadtgericht wird sich erst ab 21. April mit den Insolvenzanträgen befassen. Die Gewerkschaften drohen unterdessen mit Streik. Sazka gehört mehreren tschechischen Sportverbänden. Hauptaufgabe von Sazka ist es, den tschechischen Sport zu finanzieren.

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