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Frankreich will Chef-Gehälter in Staatsfirmen deckeln

Paris Frankreich will die Chefgehälter in staatlich kontrollierten Firmen auf jährlich maximal 450'000 Euro deckeln.

Das kündigte der sozialistische Finanzminister Pierre Moscovici am Mittwoch in Paris an. Zudem soll ein Dekret bis Ende Juli fertig sein, demzufolge das Chefgehalt höchstens das 20-fache des niedrigsten Lohns in dem jeweiligen Unternehmen ausmachen dürfe. Die Regierung wolle auch der exzessiven Vergütung von Vorgesetzten in Form von Aktienoptionen oder ähnlichem einen Riegel vorschieben. Moscovici hob hervor, dass die Deckelung der Spitzengehälter eine Frage der Gerechtigkeit und der Moral in diesen Krisenzeiten sei. Zugleich versicherte er, dass ein Einkommen von 450'000 nicht «abschreckend» sei, wenn geeignete Männer und Frauen für die Unternehmensspitzen gewonnen werden sollen. Dort, wo der Staat nur eine Minderheitsbeteiligung an einem Staatsunternehmen hält, sollen dessen Vertreter ihren Einfluss in diese Richtung geltend machen. Weniger als 20 Spitzenmanager von staatlichen Unternehmen haben nach Angaben aus dem Finanzministerium in Paris derzeit ein Gehalt von über 450'000 Euro. Kurz vor Bekanntgabe der Gehaltsgrenze hatte Frankreichs Industrieminister erklärt, die Regierung denke über neue staatliche Hilfen für die angeschlagenen Autobauer nach.

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