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Frankreich will bei EU-Gipfel Eurobonds vorschlagen

Camp David Frankreich will beim informellen EU- Gipfel in der kommenden Woche trotz des erbitterten Widerstands aus Deutschland Eurobonds fordern.

Das kündigte der neue französische Präsident François Hollande am Samstag am Rande des G8-Gipfels in Camp David an. Er werde gemeinsam mit weiteren Partnern dazu am Mittwoch Vorschläge auf den Tisch legen, sagte Hollande am Samstag nach den Beratungen der sieben führenden Industriestaaten und Russlands (G8). An den Gesprächen nahm neben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Italiens Ministerpräsident Mario Monti teil, der wie Hollande gemeinsame Anleihen im Euro-Raum verlangt. «Ich werde alle Wachstumsvorschläge bei diesem informellen Treffen am 23. Mai vorlegen», sagte Hollande, der dann das erste Mal an einem EU-Gipfel teilnimmt. «Zu dem Paket gehören auch Eurobonds und ich werde sie nicht alleine vorschlagen. Dafür habe ich hier bei der G8 die Bestätigung erhalten.» Deutschland hat Eurobonds erst nach einer Sanierung der öffentlichen Haushalte und einer stärkeren Angleichung der Fiskalpolitik in der Euro-Zone in Aussicht gestellt. Wirtschaftlich schwächere Staaten würden bei einer gemeinsamen Geldaufnahme am Kapitalmarkt von der Glaubwürdigkeit der grössten Volkswirtschaft der Währungsgemeinschaft und damit günstigeren Zinsen profitieren. US-Präsident Barack Obama warnte zum Abschluss des G8-Gipfels vor der Gefahr, die von der europäischen Schuldenkrise für die ganze Welt ausgehe. Seinen Worten zufolge wächst aber der Konsens, dass Europa das Wachstum stärker fördern und parallel zum Schuldenabbau mehr investieren müsse. «Alle Staats- und Regierungschefs stimmten heute hier überein, dass Wachstum und Arbeitsplätze unsere oberste Priorität sein müssen», sagte Obama, dessen Wiederwahl im Herbst in hohem Masse von einer weiteren Erholung der US-Wirtschaft abhängt. Merkel hatte in den Beratungen darauf gepocht, dass Haushaltsdisziplin und Schuldenabbau nicht vernachlässigt werden dürfen.

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