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FINMA erstattet Strafanzeige gegen Giorgio Behr

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat gegen den Industrieinvestor Giorgio Behr Strafanzeige erstattet.

Behr soll beim Aufbau einer Beteiligung am Schleifmittel-Hersteller sia Abrasives die börsengesetzliche Offenlegungspflicht schwer verletzt haben. Die Bank am Bellevue habe ihn dabei massgeblich unterstützt und ihre Organisations- und Gewährspflichten ebenfalls schwer verletzt, teilte die FINMA am Mittwoch mit. Gegen die Bank seien diverse Massnahmen eingeleitet worden, um organisatorische Mängel zu beheben. Gleichzeitig drohte die FINMA der Bank am Bellevue für den Wiederholungsfall mit dem Bewilligungsentzug. Behr hatte Ende März und Anfang April 2008 innerhalb nur weniger Tag bekannt gegeben, seinen Anteil an sia Abrasives von 3 un5 über 10 und 15 auf 20 Prozent der Stimmrechte gesteigert zu haben. Laut FINMA sind die Anteile aber von der Bank am Bellevue mindestens seit Januar 2008 für eine Weiterveräusserung an Behr auf Rechnung ihrer Kunden gekauft und bei diesen «parkiert» worden. Die FINMA hat gegen Giorgio Behr Strafanzeige beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) eingereicht. Behr kündigte am Mittwoch in einer Stellungnahme bereits an, er werde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben. Er habe sich beim Einstieg in sia Abrasives korrekt verhalten. Die Bank am Bellevue überlegt sich laut eigener Mitteilung, den Fall ans Bundesverwaltungsgericht zu ziehen. Sie begrüsst hingegen, dass die FINMA die Untersuchung abgeschlossen habe. Die Analyse habe gewisse Schwächen der Organisation ergeben. Deren Korrektur habe die Bank unverzüglich in die Wege geleitet, hiess es.

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