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Fast jeder Dritte ist gegen die Versicherungspflicht

Die Grundversicherung bei der Krankenkasse ist obligatorisch. Dagegen regt sich laut einer Studie Widerstand. Grund dürften die hohen Prämien sein.

Jeder Schweizer muss versichert sein: Ein Bett in einem Patientenzimmer im Spital Dornach. (Archivbild)
Jeder Schweizer muss versichert sein: Ein Bett in einem Patientenzimmer im Spital Dornach. (Archivbild)
Georgios Kefalas, Keystone

In der Schweiz gilt bei der Krankenkasse Versicherungspflicht. So ist eine individuelle Grundversicherung für jeden Bürger gesetzlich obligatorisch. Doch dies scheint bei mehr als 28 Prozent der Schweizer nicht mehr gut anzukommen. Sie sind daran interessiert, auf die Versicherungspflicht bei der Krankenkasse verzichten zu können.

Das ergab eine nicht repräsentative Umfrage der Online-Vergleichsplattform Bonus.ch mit 1900 Teilnehmern aus weiten Teilen der Schweiz. Sie wurde im Juni und Juli 2016 durchgeführt, 90 Prozent der Teilnehmer waren zu dem Zeitpunkt über 25 Jahre alt.

Dabei konnten grosse regionale und kantonale Unterschiede festgestellt werden. Mit 40,3 Prozent Stimmen für eine Vertragsfreiheit ist das Tessin die Region mit der grössten Ablehnung einer Versicherungspflicht. Die West- und Deutschschweiz sind dabei beide mit je rund 26 Prozent weniger stark gegen eine obligatorische Versicherung.

Prämienniveau als Grund?

Bei den Kantonen fällt hingegen ein Deutschschweizer aus dem Rahmen: 45 Prozent der Aargauer befürworten eine Versicherungsfreiheit. Am zufriedensten mit der aktuellen Gesetzgebung ist dagegen der Kanton Wallis mit nur 16 Prozent Gegnern einer Versicherungspflicht. In Neuenburg und im Jura, zwei Kantonen mit einer starken Prämienerhöhung im vergangenen Jahr, ist rund jeder Dritte für eine freiwillige Versicherungssituation.

Dass fast jeder dritte Schweizer gegen eine Versicherungspflicht ist, kann nicht durch die Leistung der Versicherungsanbieter erklärt werden. Gemäss der Untersuchung sind die Befragten zufrieden mit ihren Versicherern. So schliesst Bonus.ch darauf, dass der Grund im Prämienniveau zu finden ist.

SDA/sep

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