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Ex-Wertpapierhändler Kerviel zu Haftstrafe verurteilt Schadenersatz von 4'900'000'000 Euro gefordert

Paris Der frühere Börsenhändler Jérôme Kerviel ist wegen seiner Rolle im milliardenschweren Spekulationsskandal bei der französischen Grossbank Société Générale zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Zwei davon setzten die Richter auf Bewährung aus. Das Gericht befand Kerviel am Dienstag in allen drei Anklagepunkten für schuldig: Computermissbrauch, Veruntreuung und Fälschung. Zudem ordnete das Gericht an, dass Kerviel seinem früheren Arbeitgeber den entstandenen Handelsverlust von 4,9 Milliarden Euro erstatten muss. Das Gericht kam zum Schluss, dass Kerviel genau wusste, was er tat und dies zu vertuschen versuchte. Kerviel, der inzwischen in der Computerbranche als Berater tätig ist, durfte maximal 125 Millionen Euro einsetzen, spekulierte aber mit Summen bis zu 50 Milliarden Euro. 2008 flogen seine ungedeckten Handelsgeschäfte auf. Während des zweiwöchigen Gerichtsverfahrens blieb der Händler bei seiner Aussage, dass die Bank seine riskanten Geschäfte wissentlich geduldet habe, solange er damit Geld verdiente. Die Bank bestreitet den Vorwurf. Nach der Aufdeckung des Skandals hatte die Société Générale die internen Kontrollen deutlich verbessert. Der damalige Chef Daniel Bouton wurde mit einer stattlichen Abfindung entlassen.

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