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EU-Staaten und Parlament einig über Regeln für Hedgefonds «EU-Pass» für Manager aus Drittstaaten wie der Schweiz

Brüssel Die EU-Staaten und das EU-Parlament haben sich nach monatelanger Hängepartie am Dienstag auf eine strenge Regulierung von Hedgefonds in Europa geeinigt.

Darin enthalten ist ein «EU-Pass» für Manager und Managementgesellschaften aus Drittstaaten. Die Drittstaaten-Regelung betrifft unter anderem ausländische Hedgefonds, die eine Filiale beispielsweise in London haben oder Schweizer Manager, die ihre Fonds in der EU vertreiben wollen. Nach der nun gefundenen Lösung wird der «EU-Pass» ab 2013 EU-intern, ab 2015 für Drittstaaten-Manager und -Gesellschaften erteilt. Ab 2018 gibt es dann keine nationalen Zulassungen mehr, sondern nur noch den «EU-Pass». Vor allem die USA hatten im Vorfeld davor gewarnt, US-Firmen in diesem Bereich zu diskriminieren. Es habe noch geringfügige Änderungen an dem von den Finanzministern kürzlich beschlossenen Gesetzestext gegeben, sagte ein EU-Vertreter nach den Verhandlungen in Brüssel. Die Swiss Funds Association hatte bereits nach dem Entscheid der Finanzminister in einer Mitteilung erklärt, die Delegationsmöglichkeiten zugunsten Schweizer Asset Manager seien flexibel genug. Ausserdem dürfte die neue Drittstaatenregelung schweizerischen Asset Managern die Möglichkeit bieten, zu fairen Bedingungen am neu entstehenden Markt für europäische «Alternative Investment Fund Managers» teilzunehmen. Erstmals EU-weite Regulierung Nach dem nun gefundenen Kompromiss erklärte der belgische Finanzminister und EU-Ratsvorsitzende Didier Reynders, er rechne mit einer grossen Mehrheit für die Richtlinie bei der Schlussabstimmung im Parlament. Die Abstimmung ist am 11. November vorgesehen. Mit den Vorgaben werden Manager von Hedgefonds und privaten Beteiligungsfonds erstmals einer EU-weiten Regulierung unterworfen. Wer seine Produkte in der Europäischen Union vertreiben will, muss sich registrieren lassen und strikte Anforderungen erfüllen. So müssen die Fonds künftig ihre bisher geheim gehaltenen Anlagestrategien und ihre Bewertungsmethoden gegenüber Investoren und der Aufsicht offenlegen. Fondsmanager müssen ein Mindestkapital nachweisen und sicherstellen, dass das Fondsvermögen ordnungsgemäss in Depotbanken verwahrt wird. G20-Vorgabe Mit der Regulierung kommt die EU der Verpflichtung gegenüber dem G20 nach. Auf eine entsprechende Vorgabe hatten sich die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer beim letztjährigen G20- Treffen in den USA geeinigt.

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