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Europäische Zentralbank belässt Leitzins bei einem Prozent

Frankfurt Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ihre Politik des billigen Geldes wie erwartet fort.

Wie die Notenbank am Donnerstag nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt mitteilte, bleibt der Leitzins bei einem Prozent. Der Schlüsselzins für die Versorgung der Wirtschaft mit frischem Zentralbankgeld liegt seit Frühjahr 2009 auf diesem Niveau. Derzeit sprechen die langsame und in den 16 Euro-Ländern uneinheitliche Konjunkturerholung sowie die relativ geringe Inflation gegen höhere Zinsen. Seit Mai 2009 verharrt der Leitzins in den 16 Euro-Ländern auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent. Der Grossteil der Finanzexperten rechnet damit, dass die Währungshüter den Leitzins frühestens im kommenden Jahr wieder anheben. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird die Beweggründe für den Beschluss der Währungshüter wie gewohnt am Nachmittag vor der Presse erläutern. Spannend könnte werden, wie Trichet die Konjunkturperspektiven in den Euro-Ländern einschätzt. In den Schuldenländern Griechenland, Portugal und Spanien bleibt die Lage problematisch.

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