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Euro-Finanzminister beugen sich erneut über Euro-Rettungsschirm Zusätzliche Euro-Gruppe für den 17. November geplant

Die Finanzminister der 17 Euro-Länder beraten am Montagabend über die Vergrösserung der Schlagkraft des aktuellen Euro-Rettungsschirms EFSF.

EU-Diplomaten erwarten dazu keine Einigung, weshalb eine zusätzliches Euro-Gruppentreffen am 17. November stattfinden soll. Von 440 Milliarden Euro soll der EFSF auf rund eine Billion Euro vervielfacht werden. Das hatten die Euro-Staats- und Regierungschefs am 26. Oktober vereinbart. Allerdings wurden inzwischen Stimmen laut, dass das im Fall von Italien nie reichen würde, weshalb mindestens zwei bis drei Billionen Euro nötig seien. Nach Angaben des Sprechers von EU- Währungskommissar Olli Rehn, soll Italien am Abend erklären, wie und wann die angekündigten Sparmassnahmen umgesetzt werden. Optionen für den EFSF Für den EFSF sind zwei mögliche Optionen im Gespräche: Bei der Versicherungslösung nimmt der EFSF privaten Gläubigern von Staatsanleihen einen Teil ihres Risikos ab. Oder es könnten Investmentgesellschaften gegründet werden, in die der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie private und öffentliche Investoren wie Staatsfonds einzahlen könnten. Ein EU-Diplomat erklärte im Vorfeld des Euro-Gruppentreffens in Brüssel, dass «so rasch wie möglich» eine Einigung auf eines der Modelle, beziehungsweise einen Mix der beiden Modellen, erzielt werden soll. Dagegen sagte ein anderer EU-Diplomat, dass beide Modelle vom Tisch seien. Dafür soll nun wieder die Idee mit einem Einbezug der Europäischen Zentralbank (EZB) auf dem Tisch liegen. Deutschland hatte sich bisher gegen eine Refinanzierung des EFSF über die EZB gewehrt. Frankreich setzte dagegen auf diese Lösung. Am 26. Oktober erklärte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die EZB-Idee werde nicht mehr in Betracht gezogen. So scheint momentan einzig klar, dass die Euro-Finanzminister am Montagabend keine Einigung erreichen werden. Deshalb sei ein weiteres Euro-Gruppentreffen am 17. November geplant, hiess es in Diplomatenkreisen. Damit sollen die Arbeiten soweit vorangetrieben werden, dass beim nächsten offiziell Treffen der Euro-Gruppe, am 29. November, Lösungen gefunden werden können. Nächste Griechenland-Tranche Ob der definitive Entscheid über die Auszahlung der sechsten Tranche für Griechenland über acht Milliarden Euro bereits am Dienstag im Rahmen des Rats der EU-Finanzminister kommt, wird in Brüssel bezweifelt. Vieles hänge dabei von den Geschehnissen in Athen ab. «Sie hat grösste Chancen, dass sie ausgezahlt wird, aber nicht sicher am Dienstag», sagte ein EU-Diplomat. Notiz an die Redaktion: Start Euro-Gruppe um 17.00 Uhr - weitere Meldungen nach Entwicklung

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