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Euro zum Franken trotz Aufstockung der Rettungsgelder schwächer

Die Verstärkung der Schutzmauer gegen die europäische Schuldenkrise hat Euro-Investoren am Freitag nur mässig beeindruckt.

Zum Franken schwächte sich die Gemeinschaftswährung sogar ab. Am späteren Nachmittag notierte der Euro zeitweise noch auf 1,2035 Franken und damit nicht mehr weit über dem von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) definierten Mindestkurs von 1,20 Franken. In den letzten Tagen hatte der Kurs um die Marke von 1,2055 Fr. gependelt. Zum Dollar stand der Euro kaum verändert bei 1,3340, vor den Nachrichten vom Treffen der Finanzminister in Kopenhagen hatte er um 1,3330 Dollar gependelt. «Nach den Diskussionen der vergangenen Tage ist es erfreulich, dass es überhaupt zu einer Einigung gekommen ist», sagte ein Analyst zur Nachrichtenagentur Reuters. «Die Details der Vereinbarung sorgen allerdings für Verwirrung. Letztlich kommen die Mittel in einer Kombination zustande, die nicht zu erwarten war.» «Keiner am Markt glaubt, dass die Krise jetzt vorbei ist, deshalb ist auch fast keine Reaktion erkennbar», sagte ein Händler. «Wir wandern auf einem dünnen Grat und sind umgeben von Nebel. Bis wir wieder etwas sehen, bleiben wir lieber stehen.» Die Analysten von MM Warburg verglichen die Aufstockung des Kreditvolumens mit dem Aufbau einer riesigen Feuerwehrwache, um Brandstiftern den Spass an ihrem Treiben zu nehmen. «Allein schon dadurch, dass man eine gewaltige Zahl an Feuerwehrautos kauft, hofft man also, diese nie einsetzen zu müssen.» Dies sei aber ein grosser Fehler, «da wir es nicht nur mit einer Liquiditätskrise, sondern mit einer potenziellen Solvenzkrise zu tun haben».

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