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Euro bleibt nach EZB-Sitzung unter Druck

Der Euro hat seine Verluste am Donnerstag ausgeweitet.

Ein trüber Wachstumsausblick von EZB-Chef Mario Draghi belastete die Gemeinschaftswährung. Der Euro fiel zwischenzeitlich bis auf 1,2717 US-Dollar und erreichte damit ein neues Zweimonatstief. Der Franken hat sich dagegen kaum bewegt. Am frühen Abend notiert der Euro mit 1,2060 Franken praktisch gleich wie am Mittag. Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) verteidigt seit etwas mehr als einem Jahr den Mindestkurs von 1,20 Franken. Der Dollar hat sich zum Franken weiter verteuert und wird zu 0,9476 (0,9460) Fr. gehandelt. Zwar hat die EZB ihren Leitzins wie von Ökonomen erwartet vorerst nicht weiter gesenkt, allerdings wird sich die Wirtschaft des Euroraums ihrer Einschätzung nach nicht so schnell erholen. Auch Ende 2012 und im kommenden Jahr dürfte das Wachstum schwach bleiben, sagte EZB-Präsident Draghi am Nachmittag im Anschluss an den Zinsentscheid. Experten sind uneins, was das mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs bedeutet. «Draghi hat in gewisser Weise Zinssenkungen angedeutet», sagt UBS-Devisenstratege Geoffrey Yu. Dagegen meint Notenbank-Analyst Michael Schubert von der Commerzbank: «Damit die EZB nochmals die Zinsen senkt muss die wirtschaftliche Lage noch ein gutes Stück schlechter werden.»

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