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EU-Kommission will einheitliche Bemessung bei Unternehmenssteuern

Die EU-Kommission geht ihren Weg Richtung Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung weiter.

Mit dem Ziel, Hindernisse für den Binnenmarkt zu beseitigen, schlug sie am Mittwoch ein System für die Bemessungsgrundlage einer gemeinsamen konsolidierten Steuer vor. EU-weit tätige Unternehmen müssen die Steuerbemessungsgrundlage momentan nach den verschiedenen Regeln in 27 EU-Mitgliedstaaten ermitteln. Mit dem neuen Vorschlag könnten sie die Grundlage nach einheitlichen Regeln berechnen, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Damit würden die Verfahren vereinfacht sowie die Befolgungskosten und die bestehende Rechtsunsicherheit reduziert. Die Kommission geht davon aus, dass Unternehmen dank der gemeinsamen konsoliderten Bemessungsgrundlage für eine Körperschaftssteuer (CCCTB) jährlich rund 700 Millionen Euro an Befolgungskosten und rund 1,3 Milliarden Euro durch Konsolidierung einsparen könnten. Unternehmen, die in mehr als einem EU-Staat tätig sind, können selbst entscheiden, ob sie von CCCTB profitieren wollen oder doch lieber mit den nationalen Systemen weiter arbeiten möchten. Entscheiden sie sich für den einheitlichen Ansatz, gilt dieser für mindestens fünf Jahre. Die EU-Kommission betont, dass die EU-Länder die volle Hoheit über die Festlegung ihrer nationalen Steuersätze behalten. Die Kommission habe keine Pläne, die Steuersätze zu harmonisieren. Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern wie der Schweiz, welche Ableger in einem oder mehreren EU-Staaten haben, könnten ebenfalls das CCCTB- System als Bemessungsgrundlage wählen. Wie die EU-Unternehmen müssten auch diese Firmen gewisse Kriterien erfüllen. Unter anderem kommt es auf die Art des Unternehmens und die bisherigen Unternehmensbesteuerungsregeln an. Der Vorschlag der EU-Kommission geht nun für die weiteren Beratungen in den Ministerrat der EU-Staaten. Auch das EU-Parlament wird seine Meinung dazu abgeben. Notiz an die Redaktion: Folgt ausführliche Fassung bis 17.00 Uhr

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