Zum Hauptinhalt springen

EU-Kommission: Spanien kann Defizitziel noch erreichen

Madrid Das von der Finanzkrise geplagte Spanien kann nach Einschätzung der EU-Kommission sein Defizitziel in diesem Jahr noch erreichen.

«Das ist machbar», sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Montag nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Madrid. Spanien hatte sich bei der EU dazu verpflichtet, in diesem Jahr seine Neuverschuldung auf 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu reduzieren. Finanzminister Cristóbal Montoro räumte am Samstag jedoch ein, dass das Defizit aufgrund der Milliarden-Hilfen für marode Banken voraussichtlich 7,4 Prozent betragen werde. Rehn betonte am Montag, es stehe noch nicht fest, wie Spaniens Ausgaben für die Banken-Hilfen von der EU bewertet würden. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Hilfen als ein «externes Defizit» eingestuft und auf die normale Neuverschuldung nicht angerechnet würden. Die EU-Statistikbehörde Eurostat, die für die Festlegung der Haushaltsdefizite zuständig ist, habe darüber noch nicht entschieden. Mehr Klarheit wird es am 22. Oktober geben - dann nämlich will Eurostat die überprüften Defizitkennzahlen aus den Mitgliedsländern veröffentlichen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch