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Ermittler wittern Bestechungsskandal bei Media-Saturn

München Die Staatsanwaltschaft Augsburg wittert einen gravierenden Korruptionsskandal bei Europas grösstem Elektronikhändler Media-Saturn.

Die Behörde ermittele gegen sechs Personen wegen des Verdachts der Bestechung in besonders schwerem Fall, Bestechlichkeit und Beihilfe. Am Mittwoch hatten Ermittler deutschlandweit 20 Büros und Wohnungen im Zusammenhang mit den Vorwürfen durchsucht, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Sie hätten Computer und Unterlagen beschlagnahmt. Um was für eine Schmiergeldpraxis es sich konkret handelt, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. Es gehe allerdings um schwerwiegende Vorgänge. Die Metro-Tochter hat angekündigt, mit den Ermittlern zu kooperieren. Medienberichten zufolge zählt einer der Verdächtigen zur neunköpfigen Geschäftsführung der Media-Saturn-Holding. Die mutmasslichen Bestechungszahlungen haben der Staatsanwaltschaft zufolge nichts mit den früheren Vorwürfen gegen den Hausgerätehersteller Bosch Siemens zu tun. Das Unternehmen war wegen fragwürdigen Gutscheinen für Mediamarkt- und Saturn-Mitarbeiter ins Visier der Strafverfolger geraten. Der Online-Händler Redcoon, der jüngst von den Ingolstädtern übernommen wurde, hatte nach eigenen Angaben keinen Besuch von Ermittlungsbeamten.

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