Zum Hauptinhalt springen

Es wird gelesen – vor allem gratis

Die Gratisblätter boomen: «20 Minuten» von Tamedia erreicht neu rund 1,3 Millionen Leserinnen und Leser. Weiter rückläufig sind dagegen die Zahlen für die Bezahlpresse.

Die Pendlerzeitungen haben gemäss den neusten Erhebungen der Wemf AG für Werbemedienforschung vor allem in der Westschweiz deutlich zugelegt: «20 minutes» gewann 21 Prozent, «Le Matin bleu» knapp 12 Prozent. Das bekamen die etablierten Blätter zu spüren.

Ebenfalls im Plus (plus 12 Prozent) ist «heute» (inzwischen «Blick am Abend»). Noch keine Zahlen liegen für «.ch» und «News» vor.

Der Vormarsch der Gratisblätter schmerzt die bezahlte Tagespresse. Am meisten Leser verloren hat der «Blick» (minus 22'000), der als grösste Bezahlzeitung noch auf 650'000 Leser kommt. Den Leserschwund etwas bremsen konnte die «Neue Zürcher Zeitung» (minus 2 Prozent). Die nach «Blick» drei grössten Titel «Tages-Anzeiger», «Mittelland Zeitung» und «Berner Zeitung» (inklusive «Der Bund») verloren ebenfalls Leser. Ein Plus von 13'000 Leserinnen und Lesern verzeichnet die «Zürcher Landzeitung».

Bei den Sonntagsblättern verlor der «Sonntagsblick» 5 Prozent. Der «SoBli» bleibt aber die Nummer eins vor der «SonntagsZeitung», die ihre Leserzahlen halten konnte. Leicht zugelegt haben «NZZ am Sonntag» und «Südostschweiz am Sonntag» mit je 2 Prozent. Noch keine Zahlen liegen zum «Sonntag» vor. Neu auf den Markt ist seit diesem Wochenende die «Zentralschweiz am Sonntag», die sich als Sonntagsausgabe der «Neuen Luzerner Zeitung» präsentiert.

Bei der Wirtschaftspresse legte die «Handelszeitung» fast 10 Prozent zu und profitierte damit am stärksten von der Einstellung von «Cash». Dessen Gratis-Nachfolgetitel «Cash-daily» holte 16 Prozent mehr Lesende. «Bilanz» und «Finanz und Wirtschaft» sind leicht rückläufig.

Stabil sind die Zahlen bei den auflagenstarken Mitgliederzeitungen von Coop und Migros. Die «Coop-Zeitung» bleibt mit rund 2,6 Millionen Leserinnen und Lesern die Nummer eins vor dem «Migros-Magazin». Auch «Beobachter» (minus 4 Prozent), «K-Tipp» (minus 3 Prozent) und «Schweizer Illustrierte» (minus 3 Prozent) weisen rückläufige Zahlen aus.

Befragt wurden 23'530 Personen. Die Umfrage wurde zwischen April 2007 und März 2008 durchgeführt. (Tages-Anzeiger)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch