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Wer hat unser Frühstück erfunden?

Ohne die sogenannten Kolonialwaren würden wir immer noch Suppe und Wein zum Frühstück geniessen, wie das im Mittelalter üblich war. Der Kaffee und die Kombination von Kakao und Zucker veränderten die Essgewohnheiten radikal, als die Seemächte im 16. Jahrhundert den Welthandel in Schwung brachten. Erst recht populär wurde das süsse Frühstück – und überhaupt gezuckertes Essen – im 19. Jahrhundert. Der Chemiker Andreas Marggraf hatte 1747 entdeckt, dass die profanen Zuckerrüben den gleichen Zucker enthalten wie das damals als Luxusware gehandelte Zuckerrohr. 1801 wurde die erste Fabrik gebaut, in der aus Rüben Zucker gewonnen wurde. Heute stammt etwa ein Drittel der Weltproduktion aus Rüben. Zucker ist zum billigen und agrarpolitisch umkämpften Welthandelsprodukt geworden – zum Leidwesen von Ernährungsexperten und Zahnärzten.

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