Zum Hauptinhalt springen

Dexia verklagt Deutsche Bank wegen Hypothekengeschäfts

Wilmington Nach hohen Verlusten im Hypothekengeschäft zieht die französisch-belgische Bankengruppe Dexia gegen die Deutsche Bank vor Gericht.

Im Mittelpunkt der in New York eingereichten Klage stehen von der Deutschen Bank an Dexia verkaufte Pfandbriefe. Dem Dexia-Vorwurf zufolge soll das grösste deutsche Institut verheimlicht haben, dass es selbst die damit besicherten Hypotheken als hochriskant einschätzte. Die Deutsche Bank soll demnach mit einem eigenen Milliardengeschäft gleichzeitig auf das Platzen der Kredite gesetzt haben. Das deutsche Institut erklärte am Donnerstag, die Klage entbehre jeder Grundlage. «Wir werden uns entschieden gegen die Klage zur Wehr setzen», sagte Deutsche-Bank-Sprecherin Renee Calabro. Die im Mittelpunkt der Klage stehenden Anleihen, die durch Eigenheim-Hypotheken besichert waren, fanden damals bei Banken, Pensionsfonds und anderen Investoren reissenden Absatz. Die Papiere boten hohe Renditen und verfügten über Top-Noten der Ratingagenturen. Doch als der US-Häusermarkt nach seiner Boom-Phase kollabierte, platzten die Hypotheken-Kredite in grossem Stil. Die verbrieften Bonds verloren dramatisch an Wert. Mit dem Zusammenbruch des Hypothekenmarktes nahm die Finanzkrise 2008 ihren Lauf. Die umstrittenen Geschäfte lösten zudem eine Vielzahl von Klagen aus. Zuletzt einigte sich die Bank of America mit Investoren auf einen milliardenschweren Vergleich.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch