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Devisenreserven der SNB erstmals seit Februar gesunken

Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben im Oktober erstmals seit acht Monaten abgenommen.

Der Bestand an Anlagen in ausländischen Währungen sank umgerechnet um 5,1 Milliarden Franken. Die Devisenreserven gingen damit auf 424,4 Milliarden Fr. zurück, wie die SNB am Dienstag in einer Meldung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) bekannt gab. Hauptgrund sind nicht Verkäufe von Devisenanlagen. Dominiert hätten bei der Entwicklung Wechselkursschwankungen, erklärte SNB-Sprecher Werner Abegg auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Im September hatte sich der Euro erstmals seit Ostern deutlich vom Mindestkurs der SNB von 1,20 Franken gelöst, nachdem sich die Europäische Zentralbank (EZB) bereit erklärt hatte, notleidenden Euro-Staaten notfalls mit unbegrenzten Käufen von Staatsanleihen zu helfen. Zeitweise notierte der Euro über 1,21 Franken. Im Oktober stand er aber meist wieder leicht unter dieser Marke, zum Monatsende bei 1,2075 Franken. Dennoch blieb die Lage für die Schweizer Währungshüter weniger angespannt als noch im Frühsommer: Ab Mai waren Anleger insbesondere wegen der gescheiterten Regierungsbildung in Griechenland und zunehmenden Sorgen um eine Ausweitung der spanischen Bankenkrise wieder vermehrt in den Franken als «sicheren Hafen» geflüchtet. Als Folge der Marktinterventionen der SNB zur Sicherung des Euro- Mindestkurses verdoppelten sich deren Devisenanlagen fast von 227,2 Milliarden Fr. im Februar auf den Rekordwert von (leicht revidiert) 429,5 Milliarden Fr. im September. Die grössten Zunahmen waren im Mai mit rund 68 Milliarden Franken, im Juni mit 59 Milliarden Fr. und im Juli mit fast 44 Milliarden Fr. verzeichnet worden.

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