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Deutsche Regirung beschliesst Tempolimit für den Turbo-Aktienhandel

Berlin Die deutsche Bundesregierung will den sekundenschnellen Börsen-Computerhandel an die kurze Leine nehmen, um extreme Turbulenzen bei Aktienkursen künftig zu verhindern.

Das Kabinett beschloss am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf, der strengere Regeln und schärfere Kontrollen für den sogenannten Hochfrequenzhandel vorsieht. Dadurch werde das Finanzsystem insgesamt krisenfester gemacht, teilte das Finanzministerium mit. Beim Hochfrequenzhandel werden Aktien durch Computerprogramme vollautomatisch in Sekundenbruchteilen gekauft und oftmals auch gleich wieder verkauft. Die Händler wollen so von minimalen Kursdifferenzen profitieren. Weil dieses Verfahren aber auch als Auslöser von heftigen Börsenturbulenzen gilt, will man die Risiken mit strengeren Regeln minimieren. Kursmanipulationen durch vorgetäuschte Aktiengeschäfte sollen ebenfalls eingedämmt werden. «Deutschland handelt in diesem Punkt als Vorreiter und nimmt eine geplante europäische Regulierung des Hochfrequenzhandels damit schon mal vorweg», erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das Gesetz muss noch vom Bundestag gebilligt werden.

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