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Der Senatsausschuss greift im Steuerstreit die eigene Behörde an

Nach dem Topmanagement der Credit Suisse mussten auch Spitzenbeamte der Justizbehörde dem Senatsausschuss Rede und Antwort stehen. Senator Carl Levin hielt sich nicht zurück.

73 Steuerflüchtlinge mit Schweizer Bankkonten und 35 Banker und Vermögensverwalter, die ihnen geholfen haben: Das sind die Zahlen derjenigen, die das US-Justizministerium seit 2009 öffentlich angeklagt hat. Davon haben 72 Personen auf schuldig plädiert oder wurden verurteilt. Darüber hinaus haben sich 43'000 Steuerhinterzieher selbst angezeigt und insgesamt 6 Milliarden Dollar an Steuern, Bussen und Gebühren nachgezahlt.

Was für den stellvertretenden Justizminister James Cole und Keathryn Keneally, seine Chefbeamtin in Steuerfragen, ein Erfolg ist, sorgt bei den Mitgliedern des amerikanischen Senatsausschusses für Empörung. Nachdem der Ausschuss bereits dreieinhalb Stunden lang die Topmanager der Credit Suisse ins Kreuzverhör genommen hatte, wurden gestern Nacht auch die Vertreter des Justizdepartements vor den Unterausschuss geladen. Zwar dauerte der zweite Teil der Anhörung nur noch zwei Stunden. Dafür wurde die Auseinandersetzung umso erbitterter geführt. Der demokratische Senator Carl Levin, der den Vorsitz führt, griff die beiden Vertreter der Justiz wiederholt persönlich an.

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