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Das unfreiwillige Weihnachtsgeschenk der Axa

Die 4300 Axa-Mitarbeitenden erhielten den Dezemberlohn doppelt. Das Ganze hat aber einen Haken.

Die Freude der Axa-Angestellten dürfte nicht lange währen. Den doppelt ausbezahlten Dezemberlohn müssen sie wieder zurückgeben. Foto: Bruno Schlatter
Die Freude der Axa-Angestellten dürfte nicht lange währen. Den doppelt ausbezahlten Dezemberlohn müssen sie wieder zurückgeben. Foto: Bruno Schlatter

Ja, ist denn heute schon Weihnachten? Das haben sich die rund 4300 Beschäftigten des Schweizer Versicherers Axa mit Sicherheit gedacht, als sie kurz vor dem Fest ihren Lohnzettel in den Händen hielten. Denn dort standen ungewöhnlich hohe Summen. Konkret: Jeder Mitarbeitende hat exakt das Doppelte bekommen.

Die Axa hat ihren Angestellten das Dezembergehalt gleich zweimal ausbezahlt. Sicher, die Finanzbranche ist dafür bekannt, dass sie bessere Gehälter bezahlt als zum Beispiel das Gastgewerbe. Aber ganz so weit geht die Grosszügigkeit dann doch nicht.

Der doppelte Dezemberlohn war eine Panne. «Wir haben selbstverständlich sofort alle Mitarbeitenden angeschrieben und uns für die Umtriebe entschuldigt», sagt Unternehmenssprecher Lorenz Heinzer auf Anfrage. Seinen Angaben nach lag die Ursache für die Lohnpanne «bei einem Fehler an der Schnittstelle zu unserer Hausbank». Was hier genau schiefgegangen sei, das werde die Axa derzeit noch abklären.

Vorbezug von Januarlohn oder Rückzahlung

Wie viel genau zu viel ausbezahlt worden ist, dazu will der Versicherer keine Angaben machen. Geht man allerdings konservativ von einem Durchschnittslohn von 80'000 Franken je Mitarbeiter aus, könnte der zusätzliche Lohn bei der Axa mit gut 28,6 Millionen Franken zu Buche schlagen. Aber Weihnachten hin oder her: Die Axa schenkt ihren Leuten das versehentlich überwiesene Gehalt natürlich nicht. Die Beschäftigten haben nun die Wahl. Entweder sie behalten das doppelte Gehalt, und es wird ihnen dann vom Januarlohn abgezogen. «Die Mitarbeitenden erhalten zusätzlich die Möglichkeit, den Betrag noch dieses Jahr von sich aus unkompliziert zurückzuüberweisen», erklärt Axa-Sprecher Heinzer. Die meisten Mitarbeiter hätten die Angelegenheit «mit Verständnis und Humor» quittiert. Wie die Axa selbst. «Es gibt Schlimmeres», meint Heinzer. «Hauptsache, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten ihren Dezemberlohn rechtzeitig vor Weihnachten auf ihrem Konto.» Na dann: Frohes Fest!

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