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Dätwyler wegen Frankenstärke und Verlagerung mit Gewinnrückgang

Der Urner Mischkonzern Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2011 trotz reger Nachfrage weniger verdient.

Der Reingewinn sank um 13,3 Prozent auf 44,2 Millionen Franken. Rund die Hälfte des Rückgangs war wechselkursbedingt. Hinzu kamen Restrukturierungskosten von 4,2 Millionen Fr. für die Verlagerung von Teilen des Kabelgeschäftes von Altdorf nach China und Osteuropa, wie Dätwyler am Freitag mitteilte. Das Unternehmen hatte im März den Abbau von 100 Arbeitsplätzen im Kabelwerk Altdorf angekündigt und dies auch mit der Frankenstärke begründet. Durch das Konsultationsverfahren konnte die Zahl der Kündigungen auf voraussichtlich weniger als 50 gesenkt werden. Um den Standort Altdorf so schnell wie möglich wieder in die Gewinnzone zu führen, sollen die Verlagerungs- und Effizienzsteigerungsprojekte mit Hochdruck umgesetzt werden, hiess es weiter. Die Frankenstärke kostete das Unternehmen im Halbjahr 57,3 Millionen Fr. an Umsatz und 3,4 Millionen Fr. an Reingewinn. Dabei sei die Nachfrage aus den relevanten Märkten Industrie, Pharma, Bau und Automobil rege gewesen, wie der Anbieter von Technischen Komponenten, Pharmaverpackungen, Kabeln und Gummidichtungen mitteilte. Ohne Wechselkurseffekte wäre der Umsatz um 8,7 Prozent gestiegen, womit laut Dätwyler das anvisierte organische Wachstum erreicht wurde. In Franken nahm der Umsatz aber nur um 0,3 Prozent auf 679 Millionen Fr. zu. Die operative Ertragskraft sei vor Restrukturierungskosten und bei unveränderten Wechselkursen leicht über dem Vorjahresniveau, schreibt Dätwyler. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 11,5 Prozent auf 62,6 Millionen Franken. Entsprechend ging die EBIT-Marge von 10,4 auf 9,2 Prozent zurück. Für das zweite Halbjahr gibt sich Dätwyler nach den jüngsten Konjunktur- und Währungsentwicklungen vorsichtig. Es werde kaum mehr möglich sein, die Umsatz- und Ertragszahlen aus dem Vorjahr zu übertreffen. Dies hatte Dätwyler noch im März in Aussicht gestellt. Verschiedene Wachstumsprojekte sowie die Massnahmen zur Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit sollen weitergeführt werden.

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