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Dätwyler streicht wegen Frankenstärke rund 100 Stellen in Altdorf Streit über Anwendung des GAV-Krisenartikels wird hinfällig

Mit dem angekündigten Stellenabbau in Altdorf wird die Anwendung des so genannten Krisenartikels im Maschinenbau- GAV durch Dätwyler hinfällig.

Wegen des Artikels hatte die Gewerkschaft Syna im Februar ein Schiedsgericht angerufen. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Maschinenindustrie sieht für Betriebe in Krisensituationen eine Ausnahmevereinbarung zur Erhöhung der Arbeitszeit vor. Damit sollen Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten werden können. Anfang Jahr machte Dätwyler von dieser Möglichkeit Gebrauch und erhöhte die wöchentliche Arbeitszeit um zwei Stunden - ohne Lohnausgleich. Als Begründung nannte das Unternehmen die Frankenstärke und die daraus resultierenden Exportschwierigkeiten. Diese Begründung war für die Gewerkschaft nicht stichhaltig. Mit den veröffentlichten Konzernzahlen könne ein solcher Schritt nicht begründet werden, argumentierte sie. Nachdem durch den Stellenabbau diese Massnahme nun hinfällig ist, gilt bei Dätwyler laut Syna ab sofort wieder die 40-Stunden-Woche. Die bereits geleistete Mehrarbeit werde allen Mitarbeitenden vergütet, entweder durch Auszahlung oder durch eine Zeitgutschrift.

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