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Commerzbank krempelt Privatkundengeschäft um - Stellenabbau

Frankfurt Die deutsche Commerzbank stemmt sich mit einem Mix aus Investitionen und Sparmassnahmen gegen den anhaltenden Abwärtstrend.

Nach zuletzt dürftigen Ergebnissen krempelt das teilverstaatlichte Institut sein Privatkundengeschäft um. Wie viele Mitarbeiter ihren Job verlieren werden, liess das zweitgrösste deutsche Geldhaus auch am Donnerstag zunächst offen. Die Bank kündigte lediglich eine «Anpassung der Personalkapazitäten» an. Spekuliert wurde zuletzt über den Abbau von bis zu 6000 Stellen. Im dritten Quartal konnte die Commerzbank ihren Abwärtstrend nicht stoppen. Unter dem Strich verdiente die Bank 78 Millionen Euro und damit noch weniger als in den beiden ebenfalls schwachen Vorquartalen. Vor allem das niedrige Zinsniveau drückte auf den Gewinn. Hinzu kamen Belastungen bei abzuwickelnden Geschäften: In der «Bad Bank» fielen 476 Millionen Euro Verlust an. Im Privatkundengeschäft lief es wegen einer leichten Belebung im Wertpapiergeschäft etwas besser als vor einigen Monaten, die Erträge in der Sparte verharrten jedoch auf niedrigem Niveau - vier Jahre nach Übernahme der Dresdner Bank. Bis 2016 will die Commerzbank nun etwa eine Milliarde Euro in die Neuausrichtung ihres Privatkundengeschäfts stecken: in Produkt- und Serviceangebot, Beratung und Qualifizierung der Mitarbeiter. Ziel sei der «Aufbau einer modernen Multikanalbank» und ein flexibleres Filialnetz, erklärte Konzernchef Martin Blessing. «In Zukunft werden unsere Kunden die Produkte und Dienstleistungen der Commerzbank zu jeder Zeit und an jedem Ort erhalten.»

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