Zum Hauptinhalt springen

Commerzbank erholt sich weiter von der Krise Abbau der Risikopapiere kommt nicht voran

Frankfurt Die teilverstaatlichte Commerzbank hat sich weiter von der Finanzkrise erholt und im zweiten Quartal schwarze Zahlen geschrieben.

Deutschlands zweitgrösste Privatbank verdiente von April bis Uni 352 Mio. Euro, wie sie am Donnerstag mitteilte. In der Vorjahresperiode hatte das Institut noch einen Verlust von 761 Mio. Euro eingefahren. Im ersten Quartal 2010 hatte die Commerzbank erstmals seit fast zwei Jahren wieder einen Gewinn gemacht. Die Commerzbank war durch die Finanzkrise und die Übernahme der Dresdner Bank in Schwierigkeiten geraten. Sie wird nach wie vor mit staatlichen Milliardenhilfen gestützt und gehört daher zu rund einem Viertel dem deutschen Steuerzahler. Mit dem Abbau von Risikopapieren kam die Commerzbank in den vergangenen Monaten nicht voran. Im Gegenteil: Das Gesamtvolumen stieg von April bis Ende Juni sogar um 1,2 Mrd. auf 35,1 Mrd. Euro. Ein wesentlicher Grund war der Anstieg des Dollar-Kurses, der den Euro-Wert der US-Papiere nach oben trieb. Zudem führte die Euro- Schuldenkrise zu einer Verunsicherung der Anleger, was die Verkäufe der zum Teil ausfallgefährdeten Papiere erschwerte. Die Commerzbank hat die Risikopapiere und andere strukturierte Wertpapiere in eine interne «Bad Bank» ausgelagert, um sie systematisch abzubauen. Ein Grossteil davon sind Altlasten der Dresdner Bank, die die Commerzbank vor gut einem Jahr übernommen hatte. Von den insgesamt 35 Mrd. Euro hält die Commerzbank 21,7 Mrd. Euro für besonders riskant - überwiegend so genannte ABS-Papiere, die teils mit Krediten an bonitätsschwache US-Hausbauer (Subprime) unterlegt sind. Bei gut der Hälfte des Engagements rechnet die Bank mit einer Kurserholung, also mit Buchgewinnen. Weitere Abschreibungen fürchtet die Commerzbank dagegen nur bei Papieren im Volumen von 2,6 Mrd. Euro.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch