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Commerzbank darf Krisentochter Eurohypo beerdigen

Brüssel/Frankfurt Die deutsche Commerzbank hat ihr grösstes Problem gelöst: Sie darf ihren verlustreichen Staats- und Immobilienfinanzierer Eurohypo abwickeln und muss nicht länger verzweifelt nach einem Käufer suchen.

Darauf einigten sich Konzernchef Martin Blessing und EU- Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia nach monatelangen Verhandlungen. Von der Eurohypo wird nur ein Bruchteil übrigbleiben und in die Commerzbank integriert. Von einem Geschäftsvolumen von 166 Milliarden Euro sollen noch 25 Milliarden übrig bleiben. Dieser gesunde Teil zählt dann anders als bislang zum Kerngeschäft, der Name Eurohypo ist schon bald Geschichte. Auch von den über 1000 Mitarbeitenden der einst grössten Immobilienbank Deutschlands dürften viele ihre Stelle verlieren, hiess es ohne genauere Angeben. Blessing bekommt das Einlenken der Wettbewerbshüter allerdings nicht umsonst: Er muss für weitere zwei Jahre - bis März 2014 - auf Zukäufe verzichten. Zudem wird die Zerschlagung der Eurohypo, die mit einem umfassenden Konzernumbau einhergeht, kurzfristig teuer. Seit langem hatte Blessing argumentiert, die Eurohypo sei wegen ihrer Grösse, vor allem aber wegen der andauernden Verluste unverkäuflich. Die EU-Kommission hatte die Veräusserung ursprünglich im Gegenzug für milliardenschwere Staatshilfen in der Finanzkrise verlangt, gab nun aber nach.

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