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Chemie & Papier Holding mit 13,6 Millionen Verlust im Halbjahr

Die Chemie & Papier Holding (CPH) hat im ersten Halbjahr 2010 einen bösen Taucher hingelegt.

Wo 2009 noch 30,6 Mio. Fr. Gewinn glänzten, gähnt 2010 ein Loch von 13,6 Mio. Franken. Als Grund nennt die Firma aus Perlen die Preiserosion beim Zeitungspapier. Gleichzeitig stiegen die Rohstoff- und Energiepreise markant. Auch die starke Abwertung des Euro gegenüber dem Franken lastete auf dem Ergebnis der Papiersparte. Allein währungsbedingt büsste CPH im ersten Halbjahr 7,2 Mio. Fr. Gewinn vor Steuern und Zinsen gegenüber dem Vorjahressemester ein. Die Firma produziert vorwiegend in Franken und liefert in den Euroraum. Das führte im Gesamtkonzern zu einem Betriebsverlust von 19,2 Mio. Fr. nach 12,2 Mio. Gewinn in der Vorjahresperiode. Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 210,2 Mio. Franken, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Der Personalbestand nahm um 5 Prozent auf 949 Angestellte ab. Die Papierabteilung des Konzerns kam im ersten Halbjahr auf einen 20 Prozent tieferen Umsatz von 106,3 Mio. Franken. Die Erlöse aus dem Zeitungspapier gingen um 27 Prozent zurück, beim Magazinpapier sanken sie um 15 Prozent. Die Chemiesparte vermochte den Widrigkeiten einigermassen zu trotzen. Sie verbesserte den Betriebsverlust leicht auf 1,8 Mio. Franken. Der Umsatz war um gut ein Viertel auf 50,2 Mio. Fr. eingebrochen. Die Verpackungsdivision steigerte den Umsatz um 7 Prozent auf 53,7 Mio Franken. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg um 8 Prozent auf 1,8 Mio. Franken. Für das zweite Halbjahr rechnet CPH damit, dass die Sektoren Chemie und Verpackung am ehesten profitieren. Beim Papier seien keine wesentlichen Veränderungen in der Marktsituation zu erwarten. Eine Entspannung sei frühestens Anfang 2011 zu erwarten. Die Ungewissheit bleibe besonders wegen der Währung gross. Die CPH geht aber davon aus, dass die Talsohle erreicht ist. Dank solider Finanzlage und leistungsfähiger Beschäftigter dürfte die Firma die Lage meistern, heisst es im Communiqué.

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