Zum Hauptinhalt springen

Charles Vögele in der Krise - Nur noch eine Marke

Bei der angeschlagenen Modekette Charles Vögele hat sich der Verlust nochmals deutlich vergrössert.

Verhandlungen über neue Bankkredite laufen. Das operative Ergebnis des zweiten Semesters werde im Vergleich zum ersten Halbjahr deutlich schlechter ausfallen, kündigte Charles Vögele am Mittwoch an. Für die ersten sechs Monate 2011 hatte das Unternehmen einen Verlust von 62 Millionen Fr. ausgewiesen. Davon gingen 36 Millionen Fr. auf eine Goodwill-Wertberichtigung zurück. Die Modekette leidet unter dem wirtschaftlichen Umfeld, der Frankenstärke sowie dem unüblich warmen Herbst. Hinzu kamen Logistikprobleme in Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Verteilzentrums Süd und dessen Einbindung in die Ablauforganisation, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Neue Markenstrategie Zudem sieht sich Charles Vögele gezwungen, seine Markenstrategie umzukrempeln. Um sich klarer im Markt zu positionieren und sein Profil zu schärfen, stampft das Unternehmen die bestehenden Hauptmarken Casa Blanca, Biaggini und Kingfield ein. Stattdessen will die neue Konzernleitung unter Frank Beeck sämtliche Kollektionen unter der Dachmarke Charles Vögele führen. «Wir werden auch in Zukunft unterschiedliche Bekleidungsstile in unseren Filialen haben, dies aber unter dem gleichen Markennamen», wird Beeck im Communiqué zitiert. Unterstützung für Chefs Beeck und Finanzchef Markus Voegeli sollen nun ein Vizechef (COO) und ein Verkaufsleiter (CCO) zur Seite gestellt werden. Der Sanierer Hans Ziegler gibt sein Pensum in der Konzernleitung wieder auf und konzentriert sich auf seine Aufgaben als Präsident des Verwaltungsrates, wie es hiess. Ziegler hatte Mitte September Alain Caparros an der Spitze des Aufsichtsgremiums abgelöst. Zugleich wurde CEO André Maeder durch Beeck, der bis dahin Verkaufsleiter war, ersetzt. Das Unternehmen mit 815 Läden in zehn Ländern und rund 8000 Angestellten braucht auch neue Kredite: Mit Blick auf den im Juni 2012 auslaufenden Syndikatskredit führt die Unternehmensleitung Gespräche mit einem kleinen Kreis von Partnerbanken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch