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Carrefour senkt wegen Euro-Krise die Preise Bereinigter Umsatz im ersten Quartal um 2,1 Prozent zurückgegangen

Paris Der grösste europäische Detailhändler Carrefour hat noch kein Rezept gegen sinkende Umsätze gefunden und baut im Kampf um Kunden vorerst weiter auf Preissenkungen.

Besonders das Geschäft in den europäischen Krisenstaaten leidet darunter, dass die Konsumenten ihr Geld zurückhalten. Carrefour verlor im ersten Quartal 2012 allein in Griechenland knapp 16 Prozent Umsatz, in Spanien 6 Prozent, wie Carrefour am Donnerstag mitteilte. Steigende Preise, geringe Lohnsteigerungen und der Sparkurs der Regierungen lassen die verfügbaren Einkommen der Konsumenten in den Euro-Krisenländern teils deutlich schrumpfen. Auch die Schwellenländer konnten diese Lücken nicht stopfen: Während die Geschäfte in Brasilien recht robust laufen, plagt sich Carrefour in China. Von Juni an soll nun der neue Chef Georges Plassat das Ruder herumreissen. Die Franzosen kämpfen zudem auf dem Heimatmarkt mit ihrem angestammten Konzept der so genannten Hyper-Märkte, die riesig und kostenintensiv sind. Um zusätzliche Verkaufstage bereinigt sank der Umsatz in Frankreich im ersten Quartal um 5,8 Prozent, im Gesamtkonzern um 2,1 Prozent. Unbereinigt erreichten die Erlöse 22,5 Milliarden Euro und damit ein Plus von 1,5 Prozent. «Zusammenfassend finden wir nichts Positives in dieser Mitteilung, und es ist klar, dass sich der Non-Food-Trend entweder verschlechtert oder stark negativ bleibt», erklärten Analysten am Donnerstag. Carrefour sucht nach sechs Gewinnwarnungen bislang ohne durchgreifenden Erfolg nach einem Weg aus der Krise. Der Konzern kündigte an, er werde sich in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld weiter darauf konzentrieren, seine Produkte günstiger anzubieten. Carrefour will damit wieder Kunden in die Läden locken, die lieber online, wohnungsnah oder bei Fachhändlern kaufen.

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