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Cardinal-Angestellte protestieren mit kurzem Arbeitsstopp

Etwa 50 Cardinal-Angestellte haben am frühen Dienstagmorgen in Freiburg während einer Stunde ihre Arbeit niedergelegt.

Sie protestierten damit gegen den Entscheid des Getränkekonzerns Feldschlösschen, die Brauerei in Freiburg definitiv zu schliessen. Unterstützung erhielten die Angestellten vom Freiburger SP- Ständerat Alain Berset. «Was ihr tut, ist für den ganzen Kanton sinnvoll», sagte er zu den Protestierenden. Laut Berset sind Probleme nämlich programmiert, wenn die Entscheidungsträger nicht im gleichen Gebäude sind wie die Angestellten. Für die Protestierenden ging es bei der Aktion vor allem um Respekt und Würde. Ihr Vertreter René Fragnière kritisierte den Feldschlösschen-Konzern, der die Vorschläge der Angestellte zur Rettung des Standorts in Freiburg verworfen hatte. «Wir haben lediglich Verachtung gespürt», sagte er. Fragnière kündigte weitere, spürbarere Aktionen an, sollte der Konzern nicht auf die Forderungen der Angestellten eingehen. Diese verlangen den Erhalt von Arbeitsplätzen in Freiburg sowie bessere Bedingungen für Frühpensionierungen. Armand Jaquier, Regionalsekretär der Gewerkschaft Unia, sagte dazu, Feldschlösschen habe die Mittel, um mehr zu bezahlen. Die Brauerei Cardinal in Freiburg wird definitiv nächsten Sommer geschlossen. Der Feldschlösschen-Konzern setzt keinen der Vorschläge um, die eine Weiterführung des Betriebs vorsahen. Somit werden in Freiburg weder Spezialitätenbiere gebraut, noch entsteht ein Logistikzentrum. Diese und weitere Ideen haben die Gewerkschaft Unia und die Betriebskommission entwickelt. Eine kleine Konzession ging das Unternehmen dennoch ein: Es wird sein Logistikzentrum Givisiez bei Freiburg ausbauen und kann damit acht bis zehn Cardinal-Angestellten eine Stelle offerieren. Insgesamt verlieren 75 Personen ihren bisherigen Arbeitsplatz. 18 Angestellte werden vorzeitig pensioniert, die übrigen Mitarbeiter erhalten Angebote an anderen Standorten des Unternehmens.

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