Zum Hauptinhalt springen

Börsen in Fernost legen trotz Euro-Sorgen zu

Tokio Trotz anhaltender Sorgen über eine Verschärfung der europäischen Schuldenkrise haben Schnäppchenjäger am Mittwoch für eine Kurserholung an den asiatischen Börsen gesorgt.

Anleger deckten sich insbesondere mit Aktien ein, die zuletzt unter Druck standen. Doch die Euro-Sorgen hielten den Markt weiter im Bann. Beherrschend blieben Befürchtungen, dass die Bankenprobleme Spaniens andere Länder infizieren könnten und die Griechen bei der Wahl am Sonntag die Weichen für einen Austritt aus dem Euro stellen. In Japan stieg der Nikkei-Index um 0,6 Prozent auf 8587 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,3 Prozent auf 726 Stellen zu. Auch die übrigen Börsen in Fernost notierten mehrheitlich positiv. Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans lag 0,2 Prozent im Plus. Nach deutlichen Kursgewinnen an den US-Börsen verbuchten sowohl die Märkte in Shanghai, Hongkong, Taiwan als auch Südkorea Zuwächse. Dagegen realisierten die Händler in Singapur und Australien Gewinne und drückten die Märkte ins Minus. Mehr Zeit «Es gibt keinen substanziellen Grund für die Erholung der Stimmung», sagte Yuji Saito von Credit Agricole Bank in Tokio. «Unterstützung geben offensichtlich nur gewisse Hoffnungen, dass die Europäer mehr dafür tun, dass die Hilfen für Spanien auch funktionieren, weil sie damit Zeit für Griechenland kaufen wollen.» Ausserdem setzten manche Investoren darauf, dass bei dem Gipfeltreffen der führenden 20 Industrie- und Schwellenländer (G20) kommende Woche die Länder Europas unter Zugzwang gesetzt werden. «Bei so viel Unsicherheit sind die Marktteilnehmer auch schnell mit Gewinnmitnahmen, sobald es eine gewisse Erholung gibt», warnte Saito. Der Euro notierte schwächer bei 1.2488 Dollar. Auf die Stimmung drückte, dass die Renditen für 10-jährige Spanien-Bonds am Vortag gestiegen waren und den höchsten Stand seit November 2011 erreichten. Auch die Rendite auf italienische Staatsanleihen war am Dienstag deutlich angezogen und lag zeitweise bei 6,30 Prozent. Nach Spanien ist Italien immer stärker in den Fokus der Anleger gerückt. Angeheizt wurde die Unruhe an den Finanzmärkten zuletzt durch Spekulationen der österreichischen Finanzministerin Maria Fekter über einen möglichen Bedarf Italiens an europäischer Finanzhilfe.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch