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«Wir machen hier täglich extrem viele Dinge falsch»

Wann funktionieren Teams auf die Dauer gut? Ralf Gehlen, Länderchef Schweiz beim US-Konzern Procter & Gamble, weiss es. Und ist stolz darauf, dass der Frauenanteil im Kader bei über 40 Prozent liegt.

«Über sich und die Firma lachen zu können, ist ein wichtiges Ventil»: Ralf Gehlen hat auch in schwierigen Situationen Spass an der Arbeit.
«Über sich und die Firma lachen zu können, ist ein wichtiges Ventil»: Ralf Gehlen hat auch in schwierigen Situationen Spass an der Arbeit.
PD

Warum haben Sie sich vor knapp 20 Jahren entschieden, für ein so grosses Unternehmen wie Procter & Gamble zu arbeiten?

Ich lernte das Unternehmen gegen Ende meines Studiums anlässlich einer Fallstudie kennen – das gehört seit langem zur Rekrutierungsstrategie von Procter & Gamble. Damals lag der Mauerfall keine zwei Jahre zurück, also erhielt ich die Aufgabe, eine Strategie zu entwickeln, wie P & G den osteuropäischen Markt aufbauen könnte. Wir Studenten wurden in diesen zwei Tagen gegrillt: Es gab diverse Störmanöver, wir standen unter enormem Zeitdruck und mussten unsere Strategie vor erfahrenen Managern präsentieren. Mich hat das alles sehr aufgewühlt. Als sich der Personalverantwortliche am Ende nach meiner Adresse erkundigte, spürte ich Freude, aber auch ein wenig Angst.

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